Verschiedene Faktoren wirken auf den CO2-Fußabdruck ein

CO2-Bilanz der Schwabe-Gruppe

Die Schwabe-Gruppe erstellt seit 2019 regelmäßig eine Klimabilanz für Scope 1 und 2. Die Klimabilanz verdeutlicht, wo unser CO2-Ausstoß am größten ist und wo folglich unsere wirksamsten Hebel zur Verkleinerung unseres CO2-Fußabdrucks liegen. Die CO2-Bilanz erlaubt uns außerdem, den Erfolg unserer Maßnahmen zu messen.

Klimabilanz 2024: 24 % weniger CO2

Carbon footprint with keywords

Die jüngste CO2-Bilanz der Schwabe-Gruppe bezieht sich auf das Jahr 2024 und erfolgte nach dem marktbasierten Ansatz. Sie zeigt, dass die Schwabe-Gruppe ihren weltweiten CO2-Fußabdruck im Jahr 2024 in den Scopes 1 und 2 um 24 % gegenüber dem Jahr 2021 verkleinern konnte. Das entspricht einer Reduktion um ca. 11.605 t CO2

An unseren deutschen Standorten haben wir die CO2-Emissionen sogar um 44 % gegenüber 2021 reduziert. Maßgebliche Faktoren für die Reduzierung waren die Umstellung auf Ökostrom in Deutschland sowie die Einsparung wärmeerzeugungsbedingter Emissionen.

Der CO2-Fußabdruck der Schwabe-Gruppe 2024

In absoluten Zahlen bedeutet das für die Schwabe-Gruppe, dass wir den Gesamtwert von 48.871 t CO2e im Jahr 2021 auf 37.266 t CO2e im Jahr 2024 reduziert haben. 

In Scope 1 (direkte Emissionen) verzeichnen wir einen leichten Rückgang um 709 t CO2e bzw. ca. 3 % auf 22.049 t CO2e (2021: 22.758 t CO2e). In Scope 2 (indirekte Emissionen) haben wir eine signifikante Reduktion um 10.896 t CO2e bzw. ca. 42 % auf 15.217 t CO2e (2021: 26.113 t CO2e) erreicht.

Insgesamt ist der deutliche Rückgang im Jahr 2024 gegenüber 2021 hauptsächlich auf die Reduzierungen beim größten Emittenten Deutschland zurückzuführen. Dennoch haben sich auch Maßnahmen bei den kleineren Emittenten deutlich ausgewirkt. In den künftigen Klimabilanzen werden wir die Auswirkungen der heutigen Maßnahmen in mehreren Ländern und daher bei den meisten größeren Emittenten positive Entwicklungen sehen. Diese Entwicklungen stellen wir fortwährend transparent dar.

Was sind CO₂e?

Neben dem wichtigsten von Menschen verursachten Treibhausgas CO₂ gibt es weitere Treibhausgase, die unterschiedlich stark zum Klimawandel beitragen. Das Kyoto-Protokoll nennt folgende Treibhausgase: Kohlendioxid (CO₂), Methan (CH4) und Lachgas (N₂O) sowie die fluorierten Treibhausgase (F-Gase): wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW) und Schwefelhexafluorid (SF6), seit 2015 auch Stickstofftrifluorid (NF3).

Um die Wirkung verschiedener Treibhausgase vergleichbar zu machen, hat man jeweils das sogenannte «Globale Erwärmungspotenzial» (Global Warming Potential) definiert. Je höher das GWP, desto klimaschädlicher ist ein Treibhausgas. Treibhausgasemissionen können so in CO₂-Äquivalente umgerechnet und besser verglichen werden. CO₂-Äquivalente bezeichnet man mit der Abkürzung CO₂e.
 

Erste globale Klimabilanz 2021 

Die erste CO2-Bilanz für die gesamte Schwabe-Gruppe für Scope 1 und 2 war ein Meilenstein. Diese globale Klimabilanz ergab Emissionen in Höhe von 48.871 t CO2e für das Jahr 2021.  Das Jahr 2021 ist zugleich das Basisjahr, auf das sich alle nachfolgenden Klimabilanzen beziehen.

Die Scopes 1 und 2 umfassen alle CO2-Emissionen, die in den Betriebsstätten der Schwabe-Gruppe durch Extraktion oder Herstellung, aber auch durch Logistik, Verwaltung, Fuhrpark oder eingekaufte Energie entstehen. Aufgrund der Komplexität und des Umfangs der notwendigen Datenerhebungen für Scope 3 über alle internationalen Standorte hinweg werden wir die CO2-Emissionen für Scope 3 erst in einem nächsten Schritt erfassen. In diese Kategorie gehören z. B. alle eingekauften Waren und Dienstleistungen, das Müllaufkommen, der Mitarbeiterpendelverkehr, Dienstreisen, aber auch Transport, Gebrauch und Entsorgung unserer Produkte.

Was sind Scopes?

Wie sich der Energieverbrauch und die Entstehung von Emissionen über die Wertschöpfungskette der Schwabe-Gruppe verhalten, veranschaulicht die folgende Grafik. Wir unterscheiden drei verschiedene Scopes, die unterschiedliche Emissionsquellen beinhalten.

Die Emissionsquellen werden entweder der sogenannten vorgelagerten Wertschöpfungskette zugeordnet (z. B. welche Emissionen entstehen bei der Gewinnung der Energie, die wir beziehen und nutzen), den eigentlichen Aktivitäten des berichtenden Unternehmens (z. B. welche Treibhausgase emittieren wir in unserer eigenen Produktion bei der Herstellung unserer Präparate) und der nachgelagerten Wertschöpfungskette (z. B. welche Emissionen entstehen bei der Nutzung und Entsorgung unserer Präparate).

Extracta Detailaufnahme

Scope 1 stellt die direkten Emissionen eines Unternehmens dar, die es in eigenen Betriebsstätten oder Fahrzeugen emittiert. Sie entstehen z. B. durch die Nutzung von fossilen Energieträgern, also durch den Verbrauch von Treibstoff und Brennstoff. Im Rahmen der CO2-Bilanz erfassen wir den Energieverbrauch unserer Gebäude und Produktion sowie der Logistik. 

Scope 1

Hochspannungsleitung

Scope 2 umfasst die indirekten Emissionen, die an anderer Stelle erzeugt wurde, um das berichtende Unternehmen mit Energie zu versorgen. Darin wird also unter anderem die Erzeugung von Strom und Fernwärme  oder -kälte erfasst.

Scope 2

Mitarbeiterpendelverkehr Straßenszene

Scope 3 beinhaltet sämtliche indirekten, nicht direkt kontrollierbaren Emissionen eines Unternehmens.

Dieser Scope bildet die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens ab, d. h. neben eingekauften Dienstleistungen und Gütern auch das Abfallaufkommen sowie die Pendelverkehre und Dienstreisen der Mitarbeitenden.

Scope 3

Treibhausgasemissionen der Schwabe-Gruppe über die Wertschöpfungskette

Scopes 1 bis 3 der Treibhausgase

Reduktion – Substitution – Kompensation

U. a. mit den hier aufgeführten Maßnahmen konnten wir unseren CO2-Fußabdruck schon deutlich reduzieren: Unsere Emissionen an Treibhausgasen lagen im Jahr 2024 um 24 % unter dem Basisjahr 2021 (marktbasiert). Alle Maßnahmen, die wir zur Verkleinerung unseres CO2-Fußabdrucks umsetzen, erfolgen entlang der Kategorien Reduktion, Substitution, Kompensation – und zwar in dieser Reihenfolge.

Unsere oberste Priorität ist die Reduktion und Vermeidung von Treibhausgasen, z. B. durch die Steigerung der Energieeffizienz und die Optimierung von Prozessen. Dank der Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien und die Umstellung unseres Fuhrparks substituieren wir CO2-intensive durch CO2-extensive Energiequellen. Der CO2-Ausstoß der Schwabe-Gruppe lässt sich jedoch nicht komplett verhindern oder substituieren. Daher suchen wir zurzeit nach geeigneten Optionen, um unseren CO2-Ausstoß, den wir weder vermeiden noch substituieren können, in effizienten Klimaschutzprojekten zu kompensieren.

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