Schwabianer für Artenvielfalt
2026-02-03
Wenn Einsatz für die Artenvielfalt gefragt ist, packen die Schwabianer an. Ende Januar kamen bei frostigen Temperaturen rund ein Dutzend Mitarbeitende in den Schwabe-Arzneipflanzenkulturen Terra Medica zusammen, um die neue Wildbienen-Nisthilfe rechtzeitig zur bevorstehenden Nistsaison fertigzustellen. Dass das an nur einem Nachmittag gelang, lag an den hervorragenden Vorarbeiten der Schwabe-Azubi und dualen Studierenden, die bei ihrem
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kaum vorstellbar: Sobald die Frühlingssonne ein wenig scheint, kümmern sich die Wildbienen um die nächste Generation und suchen geeignete Nistmöglichkeiten, um Eier zu legen. Wenn die jungen Wildbienen dann schlüpfen, finden sie auf der
Röhrchen für Röhrchen …
Den vorgefertigten Rahmen des „Bienenhotels“ bestückten die Schwabianer mit Bambus- und Schilfröhrchen unterschiedlicher Größe. Angesichts der Größe der Nisthilfe eine sehr zeitaufwändige Arbeit. Die Zeit nutzte der Insektenexperte Hans-Joachim Greiler, der die Arbeiten anleitete, um seine Geheimnisse und fun facts der Wildbienenwelt mit den Schwabe-Mitarbeitenden zu teilen. Dafür sagen wir von Herzen Danke!
Schwabianer wetterfest
Ein anderes Freiwilligenteam machte sich parallel dazu daran, die reichlich vorhandenen Nistkästen für Vögel zu reinigen und für die nächste Nistsaison bezugsfertig zu machen. Die Aktion bot gleichzeitig die Möglichkeit zu erfassen, welche und wie viele Vögel auf der Terra Medica nisten.
Überraschungsfunde
18 von 35 Nistkästen waren belegt, überwiegend von Meisen. Ein Fledermauskasten hielt eine Überraschung bereit: Im Kasten waren nicht wie vermutet die Hinterlassenschaften von Fledermäusen vorzufinden, sondern Nester verschiedenster anderer Tiere, angefangen von mehreren Vogelnestern über ein Hornissen- und ein Hummelnest. Und zu guter Letzt entdeckte das Team noch ein Dutzend Feldwespen, die die alten Zellen des Hornissennestes als Winterquartier nutzten.
Bezugsfertig
Primär ist die Nisthilfe für Wildbienen gedacht. Ein positiver Nebeneffekt ergibt sich aber auch für viele andere Insekten, z. B. Ohrenkneifer, die dort überwintern. Die Nisthilfe steht inzwischen an ihrem Bestimmungsort auf der Terra Medica und wartet darauf, die Kinderstube der nächsten Wildbienengeneration zu werden. Wir danken den freiwilligen Helferinnen und Helfern für die großartige Mithilfe!